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Hamburg ist für den Supervogel gerüstet

Meldung vom 16.07.2007 um 13:33

Hamburg (ddp-nrd). Der Flugzeugbauer Airbus ist in seinem Hamburger Werk jetzt für alle Versionen des neuen Riesenfliegers A380 gerüstet. Mit der zusätzlichen Verlängerung der Start- und Landebahn um 589 auf 3273 Meter erfüllte die Hansestadt ihren Anteil am öffentlichen Infrastrukturprojekt für die Endfertigung der A380-Familie im Werk Finkenwerder. Der Hamburger Senat habe seine Versprechungen gegenüber Airbus eingehalten, betonte Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) aus Anlass der Übergabe am Montag. Das 38 Millionen Euro teure Projekt war neben der Aufschüttung einer 140 Hektar großen Fläche im Elbe-Süßwasserwatt Mühlenberger Loch und einer ersten Landebahnverlängerung nach Nordosten wesentlicher Bestandteil der Verpflichtungen der Hansestadt bei der Werkserweiterung.

«Der A380 ist bestes Beispiel für eine erfolgreiche europäische Zusammenarbeit», betonte Uldall nach einem vorab verbreiteten Redemanuskript. Allein könne keine EU-Nation ein Produkt wie den Super-Airbus realisieren. Die mit dem Projekt verbundenen Beschäftigungs- und Struktureffekte hätten zudem die Erwartungen deutlich übertroffen. «Allein am Standort Hamburg sind durch die A380-Produktion dauerhaft etwa 4000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden», sagte Uldall.

Die Verlängerung um 589 Meter nach Südwesten ist nötig, um in Hamburg auch die Frachtversion des A380 auszurüsten. Bereits im März 2004 hatte Airbus eine erste Ausbaustufe in Betrieb genommen, damit Passagiermaschinen des doppelstöckigen Riesenfliegers auf der werkseigenen Piste in Finkenwerder aufsetzen können. Dazu war die in die Elbe ragende Landebahnhalbinsel Rüsch für 34 Millionen Euro erweitert worden.

Der Werksausbau war von jahrelangen Streitigkeiten begleitet. Uldall zufolge focht die Stadt vor mehreren Gerichtsinstanzen insgesamt rund 240 juristische Verfahren aus, in denen unter anderem Obstbauern aus dem angrenzenden Alten Land gegen befürchtete Luftverschmutzung, Lärmbelästigung und Enteignung geklagt hatten. Unter anderem mussten umfangreiche Lärmschutzwälle errichtet werden.

(ddp)

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