13-jähriger Intensivtäter von Erziehungsheim abgewiesen
Berlin (ddp-bln). Der 13-jährige Intensivtäter Adnan F. ist nicht wie ursprünglich angenommen aus einem Erziehungsheim in Brandenburg geflüchtet. Vielmehr wurde er dort abgewiesen. Der in der Wohngruppe «Weidenhof» in Luckow-Petershagen untergebrachte Junge habe sich gegenüber Betreuern und Jugendlichen aggressiv verhalten, sagte ein Sprecher des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerkes (EJF) Lazarus. Außerdem wollte er sich dem pädagogischen Konzept in dem offenen Heim nicht anpassen. Daher sei die brandenburgische Polizei alarmiert worden, die den Jungen zurück nach Berlin brachte.
Ursprünglich war angenommen worden, dass der Junge aus einem Jugendhilfeheim im uckermärkischen Frostenwalde getürmt war. In der ebenfalls offenen Einrichtung sei er aber nur kurzzeitig gewesen und dann in die Wohngruppe gebracht worden, sagte der Sprecher.
Der Fall des bereits wegen zahlreicher Delikte polizeibekannten 13-Jährigen hat unterdessen in Berlin eine Debatte über die Einrichtung von geschlossenen Heimen für hochkriminelle Kinder und Jugendliche ausgelöst. Der strafunmündige Junge war am vergangenen Freitag zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen mit einem gestohlenen Fahrzeug erwischt worden. Auf der Flucht vor der Polizei hatte er eine Woche zuvor einen Unfall verursacht, bei dem eine 31 Jahre alte Frau verletzt wurde. Er wurde danach in das Jugendhilfeheim gebracht. Derzeit soll er sich in Obhut der Jugendnotdienstes befinden.
(ddp)
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