«Das war absolut unerlaubt»
Berlin (ddp-nrd). Ein «Tornado»-Aufklärungsflugzeug überflog nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp am 5. Juni die Demonstranten beim G8-Gipfel in Heiligendamm in nur 110 Meter Höhe. Das habe sich jetzt bei internen Untersuchungen der Luftwaffe herausgestellt, war am Mittwoch aus Luftwaffenkreisen in Berlin zu erfahren. «Das war absolut unerlaubt», hieß es. Die «Tornados» hätten nur in einer Höhe von höchstens 150 Meter fliegen dürfen. Es hat sich nach diesen Informationen um einen der beiden «Tornados» gehandelt, die das Lager der Demonstranten in der Ortschaft Reddelich bei Heiligendamm überflogen.
Der Pilot habe bei der Befragung nach der Landung auf dem Heimatfliegerhorst des Geschwaders 51 «Immelmann» im schleswig-holsteinischen Jagel angegeben, er habe wegen der tief hängenden Wolkendecke derartig runtergehen müssen. Es hat nach den vorliegenden Informationen vor Beginn des Gipfels am 6. Juni insgesamt sieben Überwachungsflüge gegeben. Schon Ende Mai hätten die «Tornados» die Demonstranten «beobachtet». Die «Tornados» seien unmittelbar von der Polizei und vom Innenministerium von Mecklenburg-Vorpommern angefordert worden. Das Bundesverteidigungsministerium sei nicht eingeschaltet worden.
An diesem Mittwoch beschäftigen sich der Verteidigungs- und der Innenausschuss des Bundestages mit den «Tornado»-Beobachtungsflügen, deren Rechtmäßigkeit besonders von den Sozialdemokraten und den Grünen bezweifelt werden.
(ddp)
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Samaka schrieb :
Wir schreiben das Jahr 2009 - ich bin gespannt
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